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14.07.2010

Der Netzwerker

Der Büdericher Unternehmenberater Gerd Kerkhoff hat ein Netzwerk aus 40 Unternehmern für den SPD-Politiker Sigmar Gabriel ins Leben gerufen. Auch privat schätzt er gute, nachbarschaftliche Kontakte.

Von Heike Schoog

Was treibt einen Unternehmensberater, der gerade zum Qualitätsführer der Einkaufsberatung gekürt worden ist, dazu, einen Politiker zu beraten und zudem noch einen von der SPD? Gerd Kerkhoff (52), der mit seiner Consulting-Gruppe an der Grafenberger Allee sitzt, wäre kein Profi, hätte er nicht gleich eine smarte Erklärung parat: "Früher", so erklärt der in Büderich lebende Diplom-Kaufmann, "haben sich Menschen aus Leidenschaft zur Demokratie erschießen lassen. Heute sollte es erste Bürgerpflicht sein, sich einzumischen."

Für den Unternehmensberater ist seine Initiative deshalb auch keine Frage der Parteipolitik. "Ich bin in keiner Partei", stellt Kerkhoff klar, um Missverständnissen vorzubeugen. Aber er findet es wichtig, dass Politiker den Kontakt zur Realität behalten, und dabei will er helfen.

"Als Unternehmersberater habe ich Kontakt zu vielen Menschen in der Wirtschaft", sagt Kerkhoff. Diese Beziehungen habe er genutzt und gebündelt. 40 Mitglieder – überwiegend Unternehmer aus familiengeführten Unternehmen – gehören zur Initiative, die sich künftig in regelmäßigen Abständen treffen soll. "Da kann auch einmal kontrovers diskutiert werden", so der Unternehmensberater. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel weiß die Runde zu schätzen. "Mir kommt es auf die vielfältigen Meinungen und Blickwinkel an, die mir diese hochkarätige Truppe vermittelt."

Flughafennähe ist wichtig
1999 hat der Diplomkaufmann Gerd Kerkhoff seine Anteile an der Kaffeerösterei Hubert Tempelmann (Dorsten) abgegeben. "Die Beratungsgesellschaft habe ich herausgekauft", sagt der drahtige 52-Jährige, der kurz darauf in Düsseldorf den Neustart mit der Kerkhoff Consulting gewagt hat. "Für Unternehmensberater ist Düsseldorf ein guter Standort. Nicht zuletzt wegen der Flughafennähe", so Kerkhoff. Inzwischen beschäftigt die Gruppe 150 Mitarbeiter in Deutschland. Umsatz: etwa 32 Millionen Euro. Hinzu kommen Niederlassungen in acht Ländern.

Die Wohnortfrage gestaltete sich für Kerkhoff und seine Familie schon schwieriger. "Es sollte eine familienfreundliche Umgebung sein", so der gebürtige Essener, der sich gemeinsam mit seiner Frau Stefanie für den Meererbusch Büderich entschieden hat. "Ich schätze die hohe, nachbarschaftliche Verbundenheit in Meerbusch", sagt Kerkhoff. Darüber hinaus sei es besonders für Läufer und Radler sehr bequem. "In zwei Minuten ist man im Grünen." Der Vater von drei Kindern engagiert sich in der Stiftung Büderich der Katholischen Gemeinde St.-Mauritius und Heilig-Geist. Kerkhoff ist dort ins Kuratorium berufen worden. Im Meerbuscher Golfclub ist er – ganz guter Netzwerker – Mitglied. "Doch zum Spielen finde ich wenig Zeit."



RP-foto: ulli Dackweiler

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